Gemeinsam die Integrale Wald- und Holzstrategie 2025 umsetzen
Mit der Integralen Wald- und Holzstrategie 2050 (IWHS) hat der Bundesrat im Dezember 2025 die strategischen Leitplanken für die zukünftige Entwicklung des Schweizer Wald- und Holzsektors verabschiedet. Die Strategie verfolgt das Ziel, den Wald als wertvolle Ressource langfristig zu erhalten und gleichzeitig die nachhaltige Nutzung von Holz als klimafreundlichen Rohstoff zu stärken. Für die Schweizer Holzwirtschaft bedeutet dies, Chancen und Herausforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette gemeinsam anzugehen – von der nachhaltigen Waldbewirtschaftung über die Holzverarbeitung bis hin zur Förderung des Holzbaus, der Kreislaufwirtschaft sowie der Innovations- und Nachwuchsförderung.
Als Dachverband der Schweizer Holzwirtschaft kommt der Lignum gemeinsam mit ihren Trägerverbänden eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Strategie zu. Ziel ist es, die definierten strategischen Handlungsfelder mit konkreten Massnahmen zu unterlegen und die Kräfte der Branche zu bündeln.
Vor diesem Hintergrund trafen sich am 1. Juli 2026 die Delegierten der Lignum sowie die Vertreterinnen und Vertreter ihrer Vorstands- und Mitgliedverbände zu einer Klausur, um das weitere Vorgehen für eine erfolgreiche Umsetzung der IWHS festzulegen. Als Tagungsort wurden die Räumlichkeiten der zentral gelegenen Kuratle Academy in Niederbipp gewählt. Ein idealer Ort, um das anspruchsvolle Thema gemeinsam zu bearbeiten.
Im Mittelpunkt der Klausur standen Workshops, in denen die relevanten Handlungsfelder der Strategie aus Sicht der Lignum und ihrer Trägerverbände diskutiert wurden. Gemeinsam wurden Prioritäten definiert sowie mögliche Massnahmen erarbeitet, mit denen die Branche einen wirksamen Beitrag zur Umsetzung der Integralen Wald- und Holzstrategie 2050 leisten kann. Damit wurde ein wichtiger Grundstein für das koordinierte Vorgehen der Schweizer Holzwirtschaft gelegt.
Revision HHV – Beseitigung von Handelshemmnissen
An der anschliessenden Lignum Vorstandssitzung wurde unter anderem die laufende Vernehmlassung zur Revision der Holzhandelsverordnung (HHV) behandelt. Der HWS begrüsst die vorgeschlagenen Anpassungen ausdrücklich. Insbesondere die vorgesehene Vereinfachung der Sorgfaltspflichten für Holz und Holzprodukte, die bereits rechtskonform in der EU in Verkehr gebracht wurden, stellt aus Sicht des Verbandes einen wichtigen Schritt zum Abbau unnötiger administrativer Belastungen und Handelshemmnisse dar.
Der HWS setzt sich konsequent für praxistaugliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen im Holz- und Holzwerkstoffhandel ein. Die vorgeschlagene Revision reduziert Doppelprüfungen, vereinfacht grenzüberschreitende Lieferketten und erleichtert den Import von Holzprodukten. Dies ist insbesondere deshalb von grosser Bedeutung, weil über 80 Prozent der Importe aus der EU stammen. Die Anpassungen stärken die Rechtssicherheit und tragen dazu bei, den administrativen Aufwand für die Unternehmen auf das notwendige Mass zu beschränken, ohne die Ziele der Bekämpfung des illegalen Holzhandels zu beeinträchtigen.
